Aus einem früheren Genossenschaftsverband von über 20 Dorfgenossenschaften hat sich im
Laufe von 18 Jahren die Genossenschaft in Soyo/Südbenin auf die Verarbeitung von Ölfrüchten
spezialisiert.
Sie verarbeitet inzwischen selbständig mit deutschen Komet- und chinesischen Schnecken-
Pressen Sojabohnen zu getoasteten Ölkuchen und kaltgepreßtem Sojaöl.
Aus 230t Soja wurden im Geschäftsjahr 2008/09 126t Eiweißfutter und 85.000 kg hochwertiges
Eiweißnährmittel für Kinder und Mütter hergestellt.
In Tüten von je 150g abgepackt und durch Frauen im Einzelhandel verkauft, ersetzt das
preiswerte Nahrungsmittel als verzehrfertiger Saucen-Zusatz die oft unerschwingliche Fleisch-
oder Fischbeilage.
Aus den Samen des Neembaumes Azadirachta indica wird
zwischendurch das Neem-Öl gepreßt, das einem Privatbetrieb
zur Herstellung einer medizinischen Seife dient.
Öl und Ölkuchen können auch als biologisches
Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden.
Die Palmkerne aus den Früchten der Ölpalme liefern das Palmkernöl, das sich besonders zur
Herstellung von Gebrauchsseife eignet. Bisher haben Frauen und Kinder die Kerne mühsam mit
Steinen einzeln aufgebrochen; danach wurde das Öl aus den zerkleinerten Kernen herausgekocht und
vom Sud abgeschöpft.
Der Verein fördert nun die lokale Fabrikation motorbetriebener Palmkernknacker.
Seit 2004 sind zwei in Benin hergestellte Ölpressen zur dörflichen Palmölgewinnung im Einsatz.
In Dassa-Zoumé in der Mitte Benins bildet ein Agraringenieur in seiner privaten Baumschule im Auftrag des
Vereins Baumschulgärtner aus. Nach einer mehrwöchigen Ausbildung erhalten sie eine Anfangsausstattung
und werden anschließend beratend betreut.
Neben Frucht- und Forstbäumen wird auch Wert auf Erhaltung und Anzucht von Medizinalpflanzen gelegt.
In Dörfern wird die Pflanzung von Bäumen durch Zahlung geringfügiger Prämien unterstützt.
In 15 Dorfschulen werden Schüler in der Pflanzung von Bäumen unterwiesen.
Neu und noch in der Erprobung ist die Anzucht und Verbreitung der Malaria-Heilpflanze Artemisia annua.